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An den unbekannten Helden

von Sreten Ugričić


In dieser Anti-Utopie entmythologisiert Sreten Ugričić das Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajewo, das hundert Jahre lang in Serbien bejubelt wurde.

Der Autor entlarvt eine repressive, vom Virus des Nationalismus zersetzte Gesellschaft. Er stellt literarisch die Frage nach der Position, die der Einzelne in einer solchen Gesellschaft einnehmen kann, und reflektiert poetisch die Konsequenzen von Manipulation durch den Staat und von systematischer Freiheitsbeschränkung. Die Hauptfigur des Romans ist der ›unbekannte Held‹, der sich nicht, wie im Mythos, für sein Vaterland aufopfert, sondern seinen eigenen Mythos zu entlarven versucht. Sreten Ugričićs Roman ist eine provokative Allegorie auf Serbien, die aber auch auf andere Staaten übertragen werden kann.

Zum Autor

 

Der 1961 in Jugoslawien geborene Romancier, Essayist, Konzeptkünstler, Astronom und Philosoph ist Autor einer Sammlung von Kurzgeschichten und drei Romanen. Sein jüngstes Werk, »An den unbekannten Helden« (»Neznanom junaku«), ist seine erste Veröffentlichung in deutscher Sprache. Ugričić ist Mitglied des serbischen P.E.N. und Leiter der Serbischen Nationalbibliothek. 2010 wurde er zum Ko-Vorsitzenden des Auswahlkomittees der World Digital Library (WDL) gewählt. Er lebt in Belgrad.