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27. April 2007

Nichts von der Stange

Neues Büchlein bietet kreative Rezepte und Beelitzer Spargelgeschichte

(Märkische Allgemeine)

 

Von Andreas Kaatz

BEELITZ - Spargel gebraten, gebacken, als Pizza, mit Walnusshollandaise, in Torteletts oder im Gemüseauflauf. Wer abseits der eingefahrenen kulinarischen Gleise das Edelgemüse mal ganz anders genießen will als nur klassisch mit Schnitzel oder Schinken, wird im neuen Buch "Beelitzer Spargel" von Bernd Oeljeschläger fündig. Das in der Reihe "Zeitschrift  Brandenburg Edition" herausgegebene Büchlein vereint eine Vielzahl von Spargelgerichten, die nicht nur Experimentierfreudigen gelingen dürften.
Der Titel, "Beelitzer Spargel" ist Programm. Denn zu den vorgestellten Rezepten gehören auch Gerichte, die speziell auf den Spargelhöfen der Region auf den Speisekarten stehen. Doch die mit einer Auflage von 2000 Stück gestartete Publikation will mehr sein als nur ein einfaches Rezeptbuch. Oeljeschläger, der im Niedersächsischen u.a. schon mehrere Kochbücher herausgegeben hat sieht es  vielmehr als kleinen Führer durchs Spargelland Beelitz. Und da wird natürlich auch die Geschichte des Anbaus nicht ausgespart, die 1861 durch Karl Friedrich Wilhelm Hermann ihren Anfang nahm. Historische Fotos, die der Beelitzer Heimatverein zur Verfügung gestellt hat, lassen die frühen Jahre wieder lebendig werden.
Darüber hinaus wird aber auch die kulturgeschichtliche Rolle des Spargels an sich beleuchtet. Denn immerhin ist bereits bei den alten Griechen - in der Sage vom Theseus - die Rede vom Edelgemüse bzw. einem entsprechenden Strauch. Regelmäßig fand sich Grünspargel auf den Tafeln der Römer, und die Mönche im Mittelalter nutzten seine heilende Wirkung. Des Weiteren regte das Edelgemüse seit jeher die Fantasie der Künstler an, so dass insbesondere die weißen Stangen immer wieder auf Bildern verewigt wurden sowie als Vorbild für die  Gestaltung von Geschirr dienten. Grundsätzlich ist das neue Büchlein durchaus geeignet, nicht nur Werbung für die, edlen Stangen" zu  machen, sondern auch zur Tourismusförderung in der Beelitzer Region beizutragen, hofft Oeljeschläger. Es ist das erste in der Edition, weitere sollen folgen - beispielsweise zum Thema Mühlen in Brandenburg. Bürgermeister Thomas Wardin glaubt, dass das neue Buch nicht nur  Auswärtigen viel Neues und Wissenswertes bietet, sondern auch den Bewohnern der Region. So hat auch er in dem Buch alte Fotos entdeckt, "die ich noch nie gesehen habe". Zu bekommen ist der  kulinarische Reiseführer im Buchhandel, aber u.a. auch im Museum in der Posthalterei in Beelitz und im Spargelmuseum Schlunkendorf. "Beelitzer Spargel", Bernd Oeljeschläger, Verlag CULTURCON medien, 9,80 Euro.

Die Märkische Allgemeine im Internet
www.maerkischeallgemeine.de