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11. März 2012

Künstler-ABC des Nordwestens

Jürgen Weichardt stellt die Kunst im Oldenburger Land vor

Von Peter Groth

Künstler im Oldenburger Land sind zumeist um die 40 Jahre alt. Sie haben häufig in Bremen studiert, und einige von ihnen haben es mindestens zu nationaler Anerkennung gebracht – etwa Michael Ramsauer, Thomas Hartmann oder auch Mariella Mosler und Eugenia Gortchakova. Sie und etwa 100 andere Kollegen stellt ein neues Buch vor, das mit Jürgen Weichardt ein exzellenter Kenner der regionalen Szene herausgegeben und verfasst hat. Viele Jahre hat Weichardt im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft an diesem Kompendium gearbeitet, eine Auswahl unter der weit größeren Zahl von Künstlern, die aus der Region stammen oder dort leben, getroffen. Dabei fehlen naturgemäß einige Namen, etwa Martin McWilliam oder Thomas Schütte, kommen Künstler der Jahrgänge 1971 oder jünger nicht vor, aber solche Lücken können den informativen Überblickscharakter nicht schmälern. Das Künstler-ABC des Nordwestens wird von zwei ausführlichen Texten zum Oldenburger Weg in die Moderne 1863 bis 1945 (Jörg Michael Henneberg) und zur Geschichte der Kunst in der Region nach 1945 (Jürgen Weichardt) flankiert. Beide Aufsätze sind präzise in der Darstellung, stellen etwa die mäzenatischen Verdienste des Oldenburger Herrscherhauses und die Bedeutung des Ortes Dangast für den deutschen Expressionismus heraus. In dem Text über die Kulturlandschaft nach 1945 gibt es einen profunden Überblick der regionalen Ausstellungshäuser, der einzig durch die Unterbewertung des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte im Eindruck getrübt wird.