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24. August 2011

99 Lieblingsorte in der Heide

Petra Reinken, Soltauer Journalistin und Autorin, präsentiert neues Buch

(Heide Kurier)

 

SOLTAU (mwi). Es sind nicht nicht immer nur die sogenannten Besuchermagneten, die einen Abstecher in die Heide lohnen. Hier gibt es zahlreiche Plätze und Plätzchen, die - oft aus ganz verschiedenen Gründen - ihre eigene Anziehungskraft besitzen. Nicht selten sind sie bisher auch so manchem Einheimischen verborgen geblieben oder er hat ihren Reiz einfach noch nicht erkannt. Hier nun kann ein neues Buch Touristen wie interesssierten Heidjern ein wenig auf die Sprünge helfen: „99 Lieblingsorte in der Lüneburger Heide“ heißt die Sammlung, die Petra Reinken zusammengestellt hat. Offiziell vorgestellt wurde das Buch am vergangenen Freitag im Norddeutschen Spielzeugmuseum in Soltau.

 

Die freie Journalistin und Autorin weiß, worüber sie schreibt: Sie ist in
Soltau aufgewachsen, hat in der Böhmestadt gearbeitet und ist - nach einigen großstädtischen Stationen - wieder hierher zurückgekehrt. Doch obwohl sie also weite Teile der Heide als ihre Heimat kennt, mochte sie sich nicht allein zum „Maß aller Dinge“ machen: „Natürlich habe ich zunächst überlegt, welches meine eigenen Lieblingsorte sind. Aber dann habe ich viele Freunde und Bekannte angeschrieben und ihnen ebenfalls diese Frage gestellt. Herausgekommen sind dabei, wie ich finde, Orte, die die Lüneburger Heide ausmachen und die für Besucher auch zugänglich sind“, berichtet die 40jährige. Selbstverständlich waren es nicht genau 99 Orte, die Reinken zunächst zusammengetragen hatte, denn die Heide hat durchaus noch mehr zu bieten: „So waren es am Ende gut 160 Orte, aus denen ich eine Auswahl treffen mußte. Insofern ist das Buch natürlich auch subjektiv - eine Sammlung von Einheimischen für Gäste und Heidjer.“ Darin gibt es sehenswerte Fleckchen wie Landschaften und Baudenkmäler, aber auch Gastronomisches wie beispielsweise Cafés zu entdecken: „Wer dabei die große Attraktion sucht, findet sie durchaus, aber oft sind es Orte, die einfach durch ihren Anblick oder ihre Stille wirken. Und das Buch ist schließlich auch eine ‚Sammlung‘ kreativer Menschen, denn hinter bestimmten Einrichtungen wie etwa einem Museum stehen oft Einzelpersonen, die sich dafür über Jahre intensiv engagieren. Die Ideen dieser Menschen wollte ich ebenfalls in diesem Rahmen vorstellen“, erläutert die Autorin.


Im Sommer 2010 hat sie sich deshalb auf den Weg gemacht, um all
diese Orte zu besuchen, Material zu zusammenzutragen und dann in
Buchform zu bringen. Dabei hat sie den Inhalt regional gegliedert: Unter „Im Herzen“ finden sich 35 Plätze im Landkreis Heidekreis, „Im Norden“ umfaßt 23 „Lieblingsorte“ in den Landkreisen Lüneburg und Harburg, und „Im Südosten“ schließlich beschreibt Reinken 41 Stätten in den Landkreisen Celle, Gifhorn und Uelzen. Jeder dieser regionalen Bereiche wird mit einer Foto-Doppelseite eingeleitet. Dann folgen die „Lieblingsorte“, jeweils auf ein bis zwei Seiten und mit mindestens einem Foto vorgestellt. Eingeschlossen in diese insgesamt 99 Präsentationen sind fünf „Gastrotips“. Nicht eingeschlossen sind drei weitere Plätze, die als Stätten der Erinnerung das Charakteristikum „Besonderer Ort“ tragen. Dazu zählen das Eibia-Gelände in Bomlitz, das während der NS-Zeit Standort einer Pulverfabrik mit zahlreichen Zwangsarbeitern war, die Gedenkstätte in Eschede, die an die Opfer des furchtbaren Zugunglücks vom 3. Juni 1998 erinnert, und die Gedenkstätte am Ort des ehemaligen Kriegsgefangenen und späteren Konzentrationslagers Bergen-Belsen. So findet der Besucher neben den Orten des Entspannens oder der Unterhaltung auch diese Orte des Nachdenkens und Erinnerns, die sich ebenfals nicht von der Lüneburger Heide trennen lassen. Wer jetzt neugierig geworden ist, findet die Sammlung im Buchhandel:
Erschienen ist das Buch „99 Lieblingsorte in der Lüneburger Heide“
von Petra Reinken im Verlag Culturconmedien, Berlin, ISBN 978-3-
941092-61-7.